Lehrveranstaltungen mit Zoom

Wie kann ich mit Zoom meine virtuelle Präsenz-Lehrveranstaltung durchführen?

"Auf einen Blick"

Zeitaufwand: variiert je nach Einsatzszenario

Anzahl Personen: max. 300; mit Webinar-Lizenz max. 1000

Material: Login bei Zoom; je nach Einsatzszenario zusätzliche Materialien

Beschreibung

Zoom ist eine von der UZH empfohlene Software für Videokommunikation, welche sich für die Durchführung von virtuellen Präsenz-Lehrveranstaltungen eignet. Zoom bietet eine Vielzahl von Funktionen und ist in verschiedensten Veranstaltungsformaten – von Tutorat bis Vorlesung – einsetzbar.

Ziele

  • virtuelle Präsenzveranstaltung durchführen
  • abwechslungsreiche Lehrveranstaltung gestalten

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Anleitung

Vor der Durchführung einer Zoom-Veranstaltung sollte geprüft werden, welche Funktionen von Zoom zu didaktischen Zwecken benötigt werden (bspw. Breakout-Räume, Chat-Funktion, Umfrage-Funktion etc.). Ebenso ist zu prüfen, ob und an welchen Stellen der Lehrveranstaltung es gewinnbringend sein könnte, externe Tools einzusetzen. Anstatt der eher unübersichtlichen Chat-Funktion von Zoom, könnten zum Beispiel ein ausgewähltes Classroom Response System (CRS; Link) oder eine virtuelle Pinnwand (Link) genutzt werden, um Ergebnisse einer Disskusion zu sichern oder Feedback zu erhalten. Auch als Ersatz für die Umfrage-Funktion von Zoom, welche manchmal Probleme mit sich bringt (es kann vorkommen, dass nicht alle Teilnehmenden die Fragen sehen), eignet sich ein CRS oder eine virtuelle Pinnwand.

Es ist ausserdem zu beachten, dass für viele der erweiterten Funktionen in Zoom (bspw. die Nutzung von Whiteboards oder die Berechtigungen für Teilnehmende) bereits vor der Lehrveranstaltung die entsprechenden Einstellungen im Zoom Webportal (Link) aktiviert werden müssen. Für Veranstaltungen mit mehr als 300 Teilnehmern braucht es zusätzlich eine Webinar-Lizenz, welche im Self Service Portal der UZH (Link) über ein Formular beantragt werden kann.

Weitere hilfreiche Informationen zur Nutzung von Zoom sind bei der Zentralen Informatik der UZH (Link) und im Zoom Help Center (Link) zu finden.

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Variationen

Zoom bietet die Möglichkeit, Breakout-Räume (Link) zu erstellen, wobei der/die Veranstaltungsleiter*in die Teilnehmende zufällig, manuell oder nach freier Wahl in bis zu 50 separate Konferenzen aufteilen kann. Mit dieser Funktion sind neben gewöhnlichen Diskussionen auch verschiedene Gruppenarbeitsmethoden virtuell umsetzbar. So können beispielsweise eine Think-Pair-Share Sequenz (Link), ein Gruppenpuzzle (Link) oder eine Fishbowl-Diskussion (Link) durchgeführt werden. Metaanalytische Befunde im Bereich der Hochschulforschung zeigen, dass die Arbeit in Kleingruppen lernwirksamer ist als individuelles Lernen oder Lernen in Grossgruppen (Schneider & Preckel, 2017).

Die Chat-Funktion (Link) von Zoom ist ein geeigneter Ort für den Austausch zwischen Teilnehmer*innen und Host. Während sich dieser Chat gut für eine schnelle, administrative Konversation eignet, sollten für inhaltlich relevante Beiträge hingegen eher ein Zoom-Whiteboard, eine Zoom-Umfrage oder ein externes Tool (Link) eingesetzt werden, damit die Beiträge gesammelt und allenfalls gespeichert werden können.

Das kollaborative Whiteboard (Link) von Zoom ermöglicht neben dem Sammeln von Beiträgen auch ein strukturiertes, gemeinsames Erarbeiten von Inhalten. Je nach Einsatzszenario können die Voreinstellungen angepasst werden, sodass entweder nur der Host oder auch die Teilnehmer*innen das geteilte Whiteboard mit Text, Zeichnungen, Pfeilen und Linien versehen können. Vor der Nutzung dieses Whiteboards ist zu prüfen, ob die verfügbaren Optionen ausreichend sind. Ist dies nicht der Fall, kann auf ein externes Whiteboard-Tool (Link) ausgewichen werden.

Auch mit der Umfrage-Funktion (Link) von Zoom (Zoom Polls) können innerhalb einer Konferenz Meinungen und Rückmeldugen von den Teilnehmenden eingeholt werden. Bei dieser Umfrage-Funktion ist jedoch zu beachten, dass sie nicht immer einwandfrei funktioniert.

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Besondere Merkmale

Es besteht die Möglichkeit, Zoom in OLAT, das Learning Management System der UZH, zu integrieren. Eine Anleitung und weitere Informationen zur Integration sind hier (Link) zu finden.

Zoom-Sitzungen lassen sich aufzeichnen. Entsprechend können mit diesem Tool auch Präsentationen und Podcasts für die asynchrone Lehre erstellt werden. Weitere Informationen zum Aufzeichnen im Home-Office sind hier (Link) zu finden.

Ist ein Zoom-Meeting nicht bzw. ungenügend abgesichert, kann es zu einem sogenannten "Zoom-Bombing" kommen, wobei externe Teilnehmende in die Konferenz eingreifen und bspw. anstössige Inhalte präsentieren können. Dies kann durch Voreinstellungen (bspw. durch Einsatz eines Warteraums) bis zu einem gewissen Grad verhindert werden. Weiterführende Infos zu diesen Voreinstellungen und eine Empfehlung im Falle eines erfolgten Angriffes sind hier (Link) zu finden. Im Falle eines Zoom-Bombings ist zudem umgehend die IT-Security der UZH (Link) zu kontaktieren.

 

 

 

 

 

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Referenzen und Ressourcen

Schneider, M., & Preckel, F. (2017). Variables associated with achievement in higher education: A systematic review of meta-analyses. Psychological Bulletin, 143(6), 565.

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