Gruppenarbeiten

Wie kann ich Gruppenarbeiten in meiner Lehre sinnvoll gestalten?

"Auf einen Blick"

Zeitaufwand: variiert je nach Einsatzszenario

Anzahl Personen: je nach konkreter Methode unlimitiert

Material: Auftrag (sollte durchgehend sichtbar oder leicht abrufbar sein)

Beschreibung

Gruppenarbeiten sind ein zentraler Bestandteil der Lehre und eine besonders effiziente Methode, um Studierende zu motivieren, aktives Lernen zu begünstigen und wesentliche Kompetenzen zu vermitteln. Auch in der Online-Lehre können sie mittels Breakout-Rooms in Microsoft Teams und Zoom gut eingesetzt werden. Eine sorgfältige Planung und Abstimmung mit den Lernzielen der Veranstaltung stellt in jedem Fall sicher, dass Gruppenarbeiten zum Erfolg werden.

Ziele

  • Wissenslücken aufdecken und schliessen
  • Festigung des Wissens durch Wiederholung und Anwendung
  • von Erfahrungen, Perspektiven und Feedback der Gruppenmitglieder profitieren
  • (überfachliche) Kompetenzen trainieren

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Anleitung

Damit Gruppenarbeiten in der (Online-)Lehre erfolgreich umgesetzt werden können ...

  • muss geklärt werden, welche konkreten Ziele mit der Gruppenarbeit erreicht werden sollen und wie diese mit den Lernzielen der Veranstaltung oder des Moduls übereinstimmen.
  • sollen die passende(n) Stelle(n) für Gruppenarbeitsphasen genau geplant werden (in Relation zu den restlichen Blöcken der Veranstaltung oder des Semesters).
  • sollte das Vorgehen bei der Gruppenbildung geklärt werden (vgl. auch Gruppenbildung im Bereich "Downloads & Links").
  • muss der Auftrag für die Gruppenarbeit klar definiert und strukturiert werden. Dabei ist insb. zu klären, bis zu welchem Zeitpunkt welches Ergebnis resp. Produkt erwartet wird und anhand welcher Kriterien dieses bewertet wird.
  • sollte geprüft werden, ob und wie die Resultate aus der Gruppenarbeitsphase weiterverwertet werden (z.B. Präsentationen im Plenum, individuelles oder Peer-Feedback etc.).
  • sollte geprüft werden, ob und wie die Gruppenarbeitsphase ausgewertet wird und wie diese Ergebnisse wieder in die Veranstaltung einfliessen.
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Variationen

Es existieren unterschiedlichste Formen von Gruppenarbeiten. Drei bekannte sind die folgenden.

  • "Buzz-Group" (auch: "Murmelgruppe"; PDF): Studierende diskutieren zu zweit während einiger Minuten möglichst leise zu einer konkreten Frage.
  • "Gruppenpuzzle" (Link): Lernende agieren dabei zugleich als Lehrende, weswegen sich das Gruppenpuzzle gut für den Erwerb neuer Inhalte eignet.
  • "Fishbowl" (Link): Nur ein kleiner Teil der Anwesenden diskutiert aktiv und dennoch können alle Teilnehmer*innen aktiv einbezogen werden.
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Besondere Merkmale

Werden Gruppenarbeiten für die Online-Lehre geplant, muss zusätzlich geklärt werden, mit welcher Video-Call Software gearbeitet wird. Sowohl Microsoft Teams als auch Zoom bieten eine Breakout-Room-Funktion an, in welche die Studierenden zufällig oder manuell in Gruppen eingeteilt werden können. In Microsoft Teams können Online-Gruppenarbeiten zudem über Besprechungen in verschiedenen Kanälen geplant werden. Letztere Option ist insbesondere dann empfehlenswert, wenn Studierende über mehrere Phasen in denselben Gruppen zusammenarbeiten.

"[Ich fand] die Breakout-Rooms, in welchen man direkter kommunizieren konnte, gut. Gerade auch ohne die Pausen im Präsenz-Seminarraum, die man normalerweise nutzen konnte, um sich mit Mitkommilitonen auszutauschen, konnten so dennoch umgänglichere Gespräche geführt werden."

Gianluca R. - Student Geschichte Bachelor, 3. Semester

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