Lebendige Statistik

Wie kann ich meine Studierenden aktivieren oder den Austausch unter ihnen fördern?

"Auf einen Blick"

Zeitaufwand: 10-20 Min. (je nach Anzahl Personen und Anzahl Fragen)

Anzahl Personen: ca. 8-30

Material: ausreichend Platz im Raum (evtl. Raum verlassen und Aufstellung im Gang machen); Aufstellungskriterien definieren (nach welchen sich die Teilnehmenden positionieren sollen); ggf. Glöckchen/Gong (um von einer in die nächste Aufstellung zu wechseln)

Beschreibung

Die Methode "lebendige Statistik" (auch: Aufstellung, soziometrische Aufstellung) dient einem ersten gegenseitigen Kennenlernen von Gruppenmitgliedern und grundsätzlich der Aktivierung von Studierenden. Über das räumliche Positionieren von Personen nach bestimmten Kriterien regt diese Methode die Kommunikation und den Meinungsaustausch unter den Gruppenmitgliedern an.

Ziele

  • kennenlernen und verorten in einer Gruppe
  • unterschiedliche Ausgangspunkte, Erfahrungen, (Teil-)Gruppierungen etc. visualisieren
  • Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Ausdruck bringen
  • Vorwissen, Meinungen etc. abfragen

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Anleitung

Zu Beginn werden die Teilnehmenden gebeten, aufzustehen und sich nach Aufruf des jeweiligen Kriteriums entsprechend im Raum zu positionieren (Cluster, Zeitstrahl etc.).

Beispiele:

  • Wann bin ich heute aufgestanden? Von wo komme ich heute Morgen her?
  • Wo wohne ich? Wo bin ich aufgewachsen?
  • Woher komme ich beruflich (Studienfach und -abschluss, Berufsausbildung)?
  • Jahre der Erfahrung in einem besimmtem Bereich/Berufstätigkeit
  • inhaltliche Interessen und Meinungen

Bei der Auswahl der Fragen ist zu berücksichtigen, dass es sich in jedem Fall um nicht-diskriminierende Fragen handelt, bei denen keine*r der Beteiligten befürchten muss, gegen den eigenen Willen "geoutet" zu werden (dies ist zu bedenken bei Fragen nach Alter, Konsumgewohnheiten, Familienverhältnissen, ethischen Fragen etc.).

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Variationen

In einer Anfangssituation kann die Methode "lebendige Statistik" für ein gemeinsames Kennenlernen und einen Überblick über die Gruppe eingesetzt werden. Später kann die Methode bspw. auch zur Gruppenbildung, wobei auch gezielt Personen aus unterschiedlichen Teilgruppen zusammengebracht werden können, genutzt werden. Ebenso kann mit der Methode auf aktive Art und Weise das Vorwissen zu einem Thema abgefragt werden.
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Referenzen und Ressourcen

Dürrschmitt, P. et al. (2017). Methodensammlung für Trainerinnen und Trainer. Bonn, managerSeminare Verlags GmbH, 11. Auflage