Asynchrone Lehre

Anhand welcher Kriterien entscheide ich, ob ich meine Lehrveranstaltung oder Teile davon asynchron gestalten soll?

"Auf einen Blick"

Zeitaufwand: gering

Anzahl Personen: unbeschränkt

Material: keine

Beschreibung

Unter Remote-Bedingung versteht man, dass die Lehre zuhause und auf einem persönlichen Gerät absolviert wird. Wird eine Lehrveranstaltung in eine Remote-Bedingung transferiert, kann sie verstärkt mit asynchronen Elementen (zeitlich unabhängige Bearbeitung von Inhalten) oder Mischformen aus asynchronen und synchronen (direkte Interaktion von Dozierenden und Studierenden) Elementen gestaltet werden. Wie synchrone Gestaltungselemente, haben auch asynchrone Elemente spezifische Vor- und Nachteile.

Ziele

  • sich bewusst für oder gegen asynchrone Lehre oder Lehrelemente entscheiden
  • Vor- und Nachteile asynchroner Lehre erfassen
  • Lehre in der Remote-Bedingung gut gestalten

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Anleitung

Inwiefern sich asynchrone Gestaltungselemente für eine spezifische Veranstaltung eignen, hängt davon ab, welche Aktivitäten die Studierenden in der Veranstaltung ausführen sollen (vgl. linke Spalte in Tabelle). Bestimmend für die studentischen Aktivitäten ist dabei insbesondere, ob die Veranstaltung eher frontal (typisch für Vorlesung) oder eher kollaborativ (typisch für Seminar, Übung oder Tutorat) aufgebaut ist, eine grobe Orientierung gibt der mittlere Teil der Tabelle. 

Bei der Gestaltungplanung der Veranstaltung sollte deshalb geprüft und abgewogen werden, ob die zentralen Aktivitäten der Studierenden und die damit verbundenen Vor- und Nachteile (vgl. rechte Spalten in Tabelle), eher für die synchrone oder asynchrone Gestaltung der Veranstaltung sprechen, resp. ob sich eine Mischform aus synchronen und asynchronen Elementen am besten eignet.

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Asynchrone Lehre Übersicht

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Variationen

Basierend auf den geplanten studentischen Aktivitäten in Ihrer Vorlesung (mehrheitlich zuhören) entscheidet sich eine Professorin beispielsweise für ein mehrheitlich asynchrones Lehrformat und bietet Ihre Vorlesung als Podcast an. Die Studierenden können die neue Folge wöchentlich im entsprechenden OLAT-Kurs vorfinden. Parrallel dazu bewirtschaftet die Professorin gemeinsam mit einem Assistenten ein OLAT-Forum und bietet eine Repetitions- und Fragestunde an, welche synchron (zum letzten geplanten Vorlesungstermin) via Zoom stattfindet.

Ein Oberassistent hingegen kommt in seiner Analyse zum Schluss, dass die Studierenden in seinem Seminar unbedingt interaktive Gruppendiskussionen führen sollen. Er gestaltet seine Veranstaltung deshalb synchron mit wöchentlich wiederkehrenden Terminen (gem. Vorlesungsverzeichnis).

Eine Doktorandin entscheidet sich basierend auf Ihrer Analyse für eine Mischform mit synchronen und asynchronen Elementen und wendet ein Flipped Classroom Format an. Die Studierendenpräsentationen lässt sie aufzeichnen und auf OLAT publizieren. Die Studierenden sind angehalten, die jeweilige Präsentation innerhalb wochenfrist zu schauen. Der synchrone Teil ist dafür kürzer gefasst und die Studierenden besprechen während 45 Min. die Präsentationsinhalte, klären Verständnisfragen und bearbeiten ein Dokument mit weiterführenden Fragen.