Multiple-Choice-Prüfungen (remote)

Was sollte ich bei der Umsetzung einer Multiple-Choice-Prüfungen in der Remote-Bedingung beachten?

"Auf einen Blick"

Zeitaufwand: für Erstellung hoch; für Auswertung gering

Anzahl Personen: insbesondere für Prüfungen mit vielen Teilnehmenden geeignet

Material: geeignete Software; empfohlen wird die EPIS-Prüfungsumgebung mit OLAT

Beschreibung

Multiple-Choice-Prüfungen (MC-Prüfungen) sind für Wissens- und Verständnisabfragen insbesondere bei grossen Gruppen etabliert. Sie lassen sich prinzipiell gut in einem digitalen Setting umsetzen. Unter Remote-Bedingung versteht man, dass ein Leistungsnachweis zuhause und auf einem persönlichen Gerät absolviert wird. Dabei funktionieren bewährte Massnahmen, um Studierenden kontrollierte Bedingungen für die Prüfung zu schaffen, oft nicht mehr. Damit finden die Prüfungen also faktisch in einem sogenannten Open-Book-Setting statt. Dieses Tool beschreibt zentrale Punkte, die bei der Durchführung einer MC-Prüfung in einer Remote-Bedingung zu berücksichtigen sind.

Ziele

  • durchdacht eine MC-Prüfung in einer Remote-Bedingung durchführen

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Anleitung

Grundsätzlich wird an der UZH bei der Durchführung von MC-Prüfungen in der Remote-Bedingung die Nutzung der EPIS-Prüfungsumgebung mit OLAT empfohlen. Hier können Prüfungsfragen und Antwortalternativen eingepflegt und der Zugang zur Prüfung koordiniert werden. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung findet sich hier: MC Fragen mit OLAT (Link).

Um die unerwünschte Nutzung von Hilfen zu erschweren, sollte geprüft werden:

  • ob die Fragen so gestellt werden können, dass die Antworten nicht einfach nachgeschlagen werden können (keine Definitionen etc. abfragen).
  • ob die Zeit für Recherchen verknappt werden kann, indem die Prüfungszeit gekürzt oder die Anzahl Fragen erhöht wird.
  • ob die Fragen sowie die Antwortoptionen randomisiert werden können.
  • ob eine Rückwärtsnavigation innerhalb der Prüfung verhindert werden kann.
  • ob die Anzahl Lösungsversuche beschränkt werden kann.

Diese Massnahmen können jedoch auch unerwünschte Nebenwirkungen haben (z.B. erhöhter Leistungs- und Zeitdruck). Es muss im Einzelfall abgewogen werden, welche dieser Massnahmen sinnvoll und vertretbar sind.

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Variationen

Als Alternative zur MC-Prüfung bietet sich in der Remote-Bedingung insbesondere eine Prüfung mit offenen Fragen an.

Bei einer eher kleinen Anzahl Studierender ist möglicherweise auch eine mündliche Prüfungsform zum Schluss des Semesters eine geeignete Alternative.

In jedem Fall ist zu berücksichtigen, dass sich ggf. der Schwierigkeitsgrad der jeweiligen Prüfungsfrage verändert, wenn keine Distraktoren (andere, falsche Antwortalternativen in der MC-Prüfung) angegeben sind.

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